Tauber Mann, hörst Du mich?

26.05.2006 - Ein weißes Blatt Papier

Eben dass war bis vor einigen vielen Monaten noch diese Frau für mich, die mein Freund kennen lernte. Es passierte als er an Weihnachten bei seinen Eltern war. Sie war ihm gleich aufgefallen und er erzählte es mir einige Wochen später am Telefon. Sie lebte auf einem anderen Kontinent.

 

Welche Farbe hat das Blatt Papier jetzt? Ist es schwarz, weil dunkle Wolken über unserer Freundschaft stehen? Ich frage mich, ob ich mir Vorwürfe machen soll. Vielleicht wären die beiden ohne mein Zutun jetzt gar nicht verheiratet. Es gab viele Telefonate zwischen mir und meinem Freund damals. Ich machte ihm Mut, es zu riskieren, den nächsten Schritt zu unternehmen. Dazu kamen gute Ratschläge, schreib ihr ständig von überall Briefe und Postkarten. Nimm das Telefon und ruf sie an. Sie muss merken, dass Du dich um sie bemühst.

 

Natürlich war sie ein unbeschriebenes Blatt für mich. Wenn ich sie vorher gekannt hätte, wäre ich wohl nicht so optimistisch gewesen. Kein gutes zureden denke ich. Ich kann ich gar nicht mehr erinnern, wie es weiterging. Vielleicht war es so, dass sie gemeinsam zu einer Hochzeit gingen und er sie als Begleitung gewinnen konnte. Er rief vorher an, wegen dem Anzug. Was ist passend für den Anlass. Sie waren dann glaube ich auch gemeinsam Abendessen und faktisch auch schon ein Paar. Jedenfalls berichtete mir mein Freund, dass sie täglich telefonieren und schon bald offiziell ein Paar würden. Es gab viel Freude damals, auch von meiner Seite. Es ist doch toll, wenn ein guter Freund sein Glück findet.

 

Wer weiß, wahrscheinlich hätte sie auch ohne mich zusammengefunden. Ich hoffe jedenfalls sie werden trotzdem glücklich, ansonsten kommt irgendwann der Tag der Abrechnung. Falls die Geschichte zerbricht. Dann würde ich verschärft über all dies nachdenken und mir Vorwürfe machen.

 

Rot ist eher die richtige Farbe im Moment, aber ein wütendendes Rot. Ich will die Tante nie wieder sehen. Eine verwöhnte Göre aus gutem Haus, die sich nicht gut benimmt. In Ordnung, ich habe mir auch Vorwürfe zu machen, weil ich den Besuch von ihnen verbockt habe. Wahrscheinlich war es keine gute Idee unsere gemeinsame Freundin einzuladen, die sie immer noch als Rivalin betrachtet. Trotz ihren zwei Ringen am Finger, die seine Liebe zu ihr versteinern, zumindest der mit den vielen Diamanten.

 

Und die andere Frau, sie ist doch auch in guten Händen und sicher vergeben. Hat sie Minderwertigkeitskomplexe? Natürlich kann sie der Rivalin als Person und auch vom Aussehen her nicht das Wasser reichen. Die eine eine Seele, wohltätig, warm und zuvorkommend. Sie? Ich will nichts festhalten, was ich einmal bereuen könnte. Ja, sie hat eine bessere Familie zu bieten, aber was sonst? Nicht dass ich denke, er hätte die andere auswählen sollen. Sie passten nicht zueinander, kein Deckel für den Topf.

 

Schon unser ersten Treffen war ein Reinfall, am Telefon zuvor waren die ersten Zeilen, die man zu ihr notieren konnte eher neutral. Ja sie war bemüht, aber nicht begeistert mit mir zu sprechen.

 

Trotz allem, der wahre Grund ist meiner Meinung ein anderer. Sie ist eifersüchtig, aber nicht auf die Rivalin. Unsere Freundschaft verwirrt sie. Eben diese habe ich vielleicht verspielt. Ich hätte vorsichtiger sein müssen, um ihr keine Munition zu liefern. Leider glaube ich zu fest an das Gute im Menschen. Dafür wird man häufiger vom Leben bestraft. Geht unsere Freundschaft als Verlierer vom Platz? Gut man muss sich immer hinter dem Partner einreihen

als Freund oder Freundin. Gerne würde ich eine grünen Farbkübel über das Blatt Papier schütten. Hoffnung habe ich noch, er glaubt noch an unsere Freundschaft. „gib ihr Zeit“, sagte er.  Aber stetiger Tropfen höhlt den Stein. Was wird kommen, was bringt uns die Zukunft? Mein Bauch sagt mir, es geht zu Ende.

 

Deckweiß gibt es leider keines, ich kann die Zeit nicht zurückdrehen. Es ändert auch nichts an ihrem Charakter.

 

Das Blatt vergilbt und zerbröselt zwischen meinen Fingern. Schade! Ich schlage die nächste Seite im Buch des Lebens auf, es strahlt mir blütenweiß entgegen....

 

[soy optimista en Stuttgart 26 de Mayo 2006] 

Kommentare (0) :: Permanenter Link

Über mich

Mit 33 hat man einige Fragen zu klären, ich bin nun an einem Kreuzweg angekommen und will meine Gedanken festhalten und mit dem Computer teilen, sonst hat ohnehin niemand die Geduld mir zuzuhören.....

Recent Posts

Ein weißes Blatt Papier

Links

Startseite
Profil
Archiv
Hol dir auch ein Blog - kostenlos bei BlogYa.de - Für die Inhalte sind ausschließlich die jeweiligen Nutzer verantwortlich.

Casino Spiele  Online Blackjack Spielen  Online-Casino  Spielautomaten online spielen